Violinen bei Beares

Geschichte von J & A Beare

J & A Beare Europe wurde im Jahr 2019 vom weltrenommierten britischen Geigenhändler J & A Beare gegründet um dem wachsenden Bedarf an feinen Violinen, Bratschen und Celli europaweit nachzukommen.

Als Partnerfirma von J & A Beare ist J & A Beare Europe eine moderne Ergänzung zur über 130-jährigen Geschichte des Betriebs, verwoben mit der Entwicklung klassischer Musik im 20. Jahrhundert. 

Die Geschichte der Firma beginnt im Jahr 1865, als John Beare (1847-1928) zum ersten Mal aktiv in den Handel von Streichinstrumenten eintritt. Schon von Anfang an waren die feinsten, antiken Instrumente ein Kernstück des Unternehmens.

1892 wurde die heutige Firma gegründet, zuerst als Beare, Goodwin & Son, später auf John & Arthur Beare (J & A Beare) umbenannt. Ursprünglich im lebhaften Londoner Stadtteil Soho niedergelassen, wuchs die neue Firma schnell zum herausragenden Violinenhändler der Großstadt heran.

Eine neue Ära begann im Jahr 1912 als Beares eine Vereinbarung mit der Londoner Royal Academy of Music schlug, einen jährlichen Preis an den vielversprechendsten Musiker:in zu schenken. Beares würde jedes Jahr einen neuen Bogen in der Firmenwerkstatt bauen und den Namen des Studierenden eingravieren – eine Tradition, die bis heute noch stattfindet.

Als das Profil des Unternehmens sich entwickelte, wuchs auch das Klientel zu einem internationalen Niveau heran, getrieben von einer neuen Generation von Musiker:innen und Investor:innen, die Beares Ruf für Exzellenz gewahr wurden.

Zu den wichtigsten Instrumenten, die in der Zeit durch Beares gehandelt wurden gehören die 1716 „Goldman“ von Antonio Stradivari gebaute Geige, an den Ukrainisch-Amerikanischen Violinisten Nathan Milstein in 1945 verkauft und das 1712 „Davidov“ Stradivari Cello, in 1963 für Jacqueline du Pré erworben.

Dazu gehört auch die 1713 „Gibson, Huberman“ Violine – 1936 aus Carnegie Hall gestohlen. Das Instrument wurde im Jahr 1985 wiederentdeckt und von J & A Beare authentifiziert. Beares hat das Instrument zuletzt 2001 wieder verkauft, an den amerikanischen Musiker Joshua Bell.

Bis 2000 wuchs die Firma weiterhin so voran, dass neue Räumlichkeiten erforderlich wurden. So fand J & A Beare letztendlich sein heutiges Zuhause im Londoner Stadtteil Marylebone.

In einem stilvollen, sechsstöckigen Altbau fand das Unternehmen Platz für Ausstellungsräume, Büros und zwei ganze Stockwerke für dessen angesehen Team von Geigen- und Bogenbauer:innen. 

Ein weiterer Erfolg kam im Jahr 2008, als die Firma – als bis dahin einziger Kunst- und Antiquitätenbetrieb – mit dem „Queen’s Award for Enterprise“ von HM Queen Elizabeth II ausgezeichnet wurde.

2012 wurden Simon Morris und Steven Smith die Miteigentümer von J & A Beare nachdem die anderen Direktoren in den Ruhestand traten. 2021 trat Simon Morris selber in den Ruhestand, seitdem ist Steven Smith Geschäftsführer und Alleineigentümer der Firma.

Zu den herausragenden Instrumenten die bisher im 21. Jahrhundert durch Beares verkauft wurden gehören ein Pietro Guarneri Cello, 2003 an Mstislav Rostropovich verkauft und die 1716 „Milstein, Goldman“ Stradivari, vom Kalifornischen Philanthropen Jerry Kohl für Martin Chalifour, Konzermeister des Los Angeles Philharmonic, erworben.

Im Jahr 2012 setzte J & A Beare einen neuen Weltrekord für den Preis einer Violine als die 1741 „Vieuxtemps“ Guarneri del Gesù für den Lebensgebrauch der Violinistin Anne Akiko Meyers erworben wurde.

Seit der ersten Initiative mit der Royal Academy of Music im Jahr 1912, sind die philanthropischen Aktivitäten des Unternehmens weiterhin gewachsen, insbesondere Partnerschaften, die die neue Generation fördern. 2014 wurde eine Kooperationspartnerschaft mit der Kronberg Academy gegründet und 2018 wurde Beares Titelsponsor des Beare’s Premiere Music Festival in Hong Kong.

Zu weiteren Partnerschaften zählen die Academy of St Martin in the Fields, das Piatigorsky Cello Festival, die Menuhin Competition, das Seoul Spring Festival und das Oxford Philharmonic Orchestra.

Der bisweilige Höhepunkt von Beare’s Arbeit zur Unterstützung von Musiker:innen kam im Jahr 2011 mit der Gründung der Beare’s International Violin Society durch Geschäftsführer Steven Smith und seiner Frau So-Ock Kim, Violinistin und künstlerische Koordinatorin der Society. Jetzt in seinem zweiten Jahrzehnt und mit bisher über 200 Patenschaften bringt die Society großzügige Sponsoren mit talentierten, aufstrebenden Musiker:innen zusammen. So sichert J&A Beare die langfristige Leihgabe feiner Instrumente an die nächste Generation von Weltklasse-künstler:innen. Zu den Musikern und Musikerinnen, die von diesem Programm profitiert haben, gehören u.a. Janine Jansen, Vadim Repin, Nigel Kennedy, Lawrence Power, Baiba Skride, Esther Abrami und Sheku Kanneh-Mason.

2019 wurde J & A Beare Europe GMBH in Deutschland gegründet. Geleitet von Josef Kröner handelt die Firma feine Instrumente und Bögen für den europäischen Markt. Beares Europe agiert in enger Zusammen-arbeit mit dem britischen Betrieb und alle Instrumente im Angebot von Beares Europe tragen das weltweit anerkannte Zertifikat von J & A Beare London.